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Diesen Denkfehler machen selbst Top-Berater gerade dann, wenn plötzlich alles wie von selbst läuft

Diesen Denkfehler machen selbst Top-Berater gerade dann, wenn plötzlich alles wie von selbst läuft

Einer der größten Denkfehler entsteht oft genau dann, wenn ein einmaliger Erfolg als Beweis für eine Methode verkauft wird.

Genau das musste Jürgen, mein Nachbar und Unternehmensberater seit über 20 Jahren, am eigenen Beispiel erfahren.

Eines Tages erzählte er mir von einem Projekt, das er fast als „Wunder“ verkaufte.

Ein mittelständisches Unternehmen hatte rote Zahlen geschrieben, die Stimmung war im Keller, und die Geschäftsführung suchte verzweifelt nach einem Weg raus. Jürgen wurde engagiert. Er analysierte Prozesse, machte Workshops, hielt motivierende Vorträge. Drei Monate später: schwarze Zahlen. „Das war mein Meisterstück“, sagte er stolz.

Doch ein halbes Jahr danach sah die Bilanz nüchterner aus: Die Gewinne waren wieder geschrumpft. Die Euphorie verpuffte.

Jürgen war ratlos. Hatte er es überbewertet?

Der Tanz der Pendeluhr

Manchmal gleichen unsere Ergebnisse einem Pendel.

Es schlägt weit nach links aus – Krise, Chaos, Verluste.
Dann wieder nach rechts – Erfolg, Begeisterung, Aufwind.

Doch die Natur des Pendels ist nicht am Rand zu verharren, sondern zurückschwingen.

Viele Berater interpretieren genau diesen Rückweg zur Mitte als direkte Wirkung ihrer Maßnahmen.

In Wahrheit ist es oft nur Statistik: Extreme Zustände haben die Tendenz, sich von selbst wieder dem Durchschnitt anzunähern.

Pendeluhr als Symbol für einen Marketing-Fehler: Extreme Ausschläge, die wieder zur Mitte zurückkehren.

Der Denkfehler im Business

Dieser Effekt hat einen Namen: Regression zur Mitte.

Klingt nach Statistikvorlesung, wirkt aber mitten im Geschäftsleben.

Wenn ein Team besonders schlecht performt und nach einem Coaching plötzlich besser abschneidet, liegt die Versuchung nahe: Das Coaching war der Schlüssel.

Aber möglicherweise wäre die Leistung ohnehin gestiegen, weil extreme Tiefpunkte selten lange anhalten.

Das Gleiche gilt für überragende Erfolge.

Die beste Verkaufswoche aller Zeiten?

Wahrscheinlich folgt bald wieder eine normale Woche. Nicht, weil das Team schlechter wird, sondern weil Spitzenwerte sich nicht dauerhaft halten lassen.

Dieser Denkfehler zieht sich durch fast alle Branchen. Ein einzelner Pitch, der erfolgreich war. Eine Marketing-Kampagne, die viral ging. Ein Kunde, der plötzlich zehnmal mehr kaufte als alle anderen. Das Problem: Die Experten verwechseln Glückstreffer mit Systemen. Genau das ist ein Marketing-Fehler, der langfristig teuer wird.

Die Gefahr falscher Schlüsse

Für Coaches, Berater und Trainer ist das besonders heikel. Wer jede Verbesserung sofort auf seine Methode zurückführt, riskiert zwei Dinge:

  1. Überschätzung der eigenen Wirkung.
    Man glaubt, mehr Einfluss zu haben, als es tatsächlich der Fall ist.
  2. Fehlende Nachhaltigkeit.
    Statt die wirklichen Muster und Strukturen zu verändern, verkauft man kurzfristige Schwankungen als Erfolge.

Und das Schlimmste daran: Kunden bemerken es. Wer ihnen kurzfristige Peaks als System verkauft, verliert Vertrauen. Nichts ist für die Glaubwürdigkeit schädlicher, als wenn Versprechen nicht reproduzierbar sind.

Ein Beispiel aus dem Marketing-Alltag

Genau dieser Denkfehler zeigt sich auch im Online-Marketing. Ein Spezialist setzt eine einzelne Aktion um. Vielleicht ein Launch, der überraschend hohe Umsätze bringt.

Euphorisch verkauft er danach einen Kurs mit dem Versprechen: „Ich weiß, wie es geht, mach es nach!“

Viele kaufen…

Doch beim zweiten Versuch brechen die Zahlen ein. Nach dem dritten Launch kauft kaum noch jemand.

Der Grund: Sein Erfolg war nicht das Ergebnis eines wiederholbaren Systems, sondern ein einmaliger Ausschlag. Vielleicht Glück, vielleicht günstige Umstände, aber kein belastbarer Beweis. Seine Tipps funktionieren daher nur in Ausnahmefällen, und wer sich darauf verlässt, läuft Gefahr, leeren Versprechen hinterherzujagen.

Dieser Mechanismus betrifft nicht nur Einzelpersonen. Ganze Unternehmen bauen auf dem einen großen Erfolg ihre Markenstory auf – und stürzen ab, sobald das nächste Projekt nicht dieselben Ergebnisse liefert. Auch das ist ein Marketing-Fehler, der vermeidbar wäre, wenn man sich nicht von Ausreißern blenden ließe.

Warum dieser Marketing-Fehler so verführerisch ist

  • Ego und Stolz: Einmal oben zu stehen, fühlt sich berauschend an. Niemand möchte zugeben, dass es nur Glück war.
  • Verkaufslogik: Ein Erfolg verkauft sich besser als eine nüchterne Analyse. Wer einen Kurs oder ein Coaching vermarktet, will Beweise zeigen, auch wenn es keine sind.
  • Bestätigungsfehler: Menschen suchen nach Anzeichen, dass sie recht haben. Ein Peak reicht, um alle Zweifel auszublenden.
  • Soziale Beweise: „Schau, bei mir hat’s funktioniert!“ wirkt überzeugender als statistische Erklärungen.

Genau deshalb ist der Marketing-Fehler so hartnäckig: Er spielt mit Emotionen, nicht mit Fakten.

Typische Situationen, in denen der Marketing-Fehler zuschlägt

  • Im Coaching: Ein Klient macht nach dem ersten Gespräch Fortschritte. Der Coach feiert seine Methode – dabei wäre die Veränderung vielleicht ohnehin passiert.
  • In der Beratung: Ein Projekt läuft außergewöhnlich gut. Der Berater schreibt es seinen Workshops zu, obwohl viele externe Faktoren mitspielten.
  • Im Vertrieb: Ein Großkunde schließt spontan einen riesigen Auftrag ab. Das Team glaubt, die neue Verkaufsmethode sei der Grund, bis der nächste Pitch floppt.
  • Im Marketing: Eine Kampagne geht viral. Die Abteilung hält das für wiederholbar und scheitert beim nächsten Versuch.

Der Preis dieses Marketing-Fehlers

  • Enttäuschte Kunden: Sie haben Erwartungen, die nicht erfüllt werden.
  • Reputationsschäden: Wer einmal als „Glückstreffer-Experte“ gilt, verliert Autorität.
  • Fehlallokation von Ressourcen: Zeit und Geld fließen in Methoden, die gar nicht wirken.
  • Verpasste Chancen: Statt echte Systeme zu entwickeln, jagt man Illusionen nach.

Wie Sie klüger damit umgehen

  1. Immer langfristige Daten statt Momentaufnahmen.
    Ein einziges Quartal ist kein Beweis. Trends über längere Zeiträume sind ehrlicher.
  2. Differenzieren zwischen Maßnahme und Schwankung.
    Fragen Sie sich: Hätte sich das Ergebnis auch ohne mein Zutun wahrscheinlich verbessert?
  3. Kundenerwartungen justieren.
    Erklären Sie, dass Erfolge nicht linear wachsen, sondern schwanken. Das schafft Vertrauen, weil Sie realistisch bleiben.

Fazit

Der größte Trugschluss vieler Berater: Erfolge oder Verbesserungen sofort als direkte Folge ihrer Arbeit zu feiern.

Aber manchmal ist es einfach das Pendel, das zurückschwingt.

Die Kunst besteht nicht darin, jede Schwankung zu vereinnahmen, sondern nachhaltige Muster zu schaffen, die über den Durchschnitt hinausgehen.

Eigenverantwortung im Business: Warum Sie niemanden brauchen, um endlich anzufangen

Eigenverantwortung im Business: Warum Sie niemanden brauchen, um endlich anzufangen

“Heute bin ich den Hill zweimal ohne Pause gejoggt”

Diese Zeile stammt aus einem Brief. Ein Vater schreibt ihn an seinen Sohn – aus dem Gefängnis. Diesen Brief habe ich heute gelesen. Er gehört zu den Klassikern des Copywritings und stammt von Gary Halbert.

Gary Halbert war einer der einflussreichsten Werbetexter des 20. Jahrhunderts. Seine Briefe – die sogenannten “Boron Letters” – schrieb er aus dem Gefängnis in Boron, Kalifornien, wo er wegen Steuervergehen einsaß. Statt zu jammern, nutzte er die Zeit, um seinem Sohn beizubringen, wie man lebt, schreibt, verkauft und denkt.

Mich hat dieser Brief fasziniert. Deswegen schreibe ich heute diesen Artikel.

Auf den ersten Blick geht es um Fitness, Ernährung, Disziplin. Aber eigentlich geht es um etwas viel Wichtigeres: Verantwortung übernehmen. Für sich selbst. Für das eigene Leben. Für das, was man angeblich will.

Wenn Sie diesen Artikel lesen, dann stehen Sie möglicherweise an einem Wendepunkt.
→ Sie haben Erfahrung. Wissen. Ein Talent, das anderen hilft. Und doch: Es klemmt.

Vielleicht im Marketing. Vielleicht im Verkauf. Vielleicht schon beim Entscheiden.

Dann ist dieser Text genau der richtige für Sie.

Was Eigenverantwortung im Alltag bedeutet und warum sie schwerer ist als gedacht

Eigenverantwortung klingt gut. Reif. Stark. Autonom. Doch sobald es unbequem wird, geben wir sie heimlich ab:

  • Wir warten, dass jemand uns bestätigt.
  • Wir machen andere verantwortlich für unser Zögern.
  • Wir hoffen, dass irgendjemand uns rettet, an die Hand nimmt oder zumindest einen Plan ausdruckt.

In Wahrheit bedeutet Eigenverantwortung: Kein Mensch bringt Ihnen das Gemüse. Kein Mensch schreibt Ihre Posts. Kein Mensch verkauft für Sie. Das müssen Sie allein tun.

Und das tut weh. Weil es uns zwingt, uns zu entscheiden. Und weil es niemanden mehr gibt, den wir für unser Nichtstun verantwortlich machen können.

Die Eigenverantwortung beginnt mit kleinen, aber unbequemen Wahrheiten

In dem oben genannten Brief steht:

“Wenn du dich auf andere verlässt, gibst du dir selbst einen Vorwand fürs Scheitern.”

Der Satz wirkt banal. Ist aber brutal ehrlich. Denn wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, merken wir: Wir richten uns oft absichtlich so ein, dass wir nicht ins Handeln kommen.

  • “Ich wollte posten, aber mein Designer war nicht erreichbar.”
  • “Ich wollte meine Webseite fertig machen, aber die Texte fehlen noch.”
  • “Ich will verkaufen, aber mein Angebot ist noch nicht ganz rund.”

Die Wahrheit?

Nein, Sie wollten nicht. Sie haben sich gewünscht, dass etwas passiert.

Wenn Sie wollen, können Sie sofort loslegen. Auch ohne Designer. Auch ohne perfekte Texte. Auch ohne runde Angebote. Auch wenn es am Ende nicht klappt.

Was uns wirklich abhält: Die Angst, allein zu scheitern

Viele Selbstständige verstecken ihr Zögern hinter Strukturen:

  • “Ich brauche erst Klarheit.”
  • “Ich will nichts überstürzen.”
  • “Ich möchte professionell auftreten.”

Doch all das sind meist Tarnworte für eine einfache Wahrheit:

Ich will mich nicht blamieren. Ich will nicht scheitern. Und wenn doch, dann möchte ich sagen können: Es lag nicht an mir.

Eigenverantwortung bedeutet: Sie können sich nicht mehr rausreden.

Wenn Sie fallen, war es Ihre Entscheidung. Und genau deshalb fühlt sie sich so beängstigend an.

Aber hier kommt die zweite, gute Seite:
Sie dürfen sich auch Ihre Erfolge selbst zuschreiben.

Eigenverantwortung ist der stille Bruder des Erfolgs

Es ist kein Zufall, dass viele sehr erfolgreiche Menschen sagen:

“Ich habe es mir selbst beigebracht.”

Denn sie haben früh genug begriffen: Warten bringt nichts. Niemand kommt.

Wer Eigenverantwortung lernt, lernt schneller. Scheitert schneller. Und steht schneller wieder auf.

Er oder sie sucht keine Erlaubnis.
Kein “grünes Licht”.
Kein Schulterklopfen.

Die größten Feinde der Eigenverantwortung – Gutmeinende Menschen.

Der Sohn in den “Boron Letters” schreibt:

“Sobald man jemandem erzählt, dass man Geld verdienen will, kommen sofort die Zweifler. „Das geht nicht“, „Das ist zu riskant“, „Dafür braucht man Kontakte.“”

Oft sind es Menschen, die uns lieben: Eltern, Partner, Kollegen, Freunde.

Aber ihre “Vorsicht” ist keine Hilfe. Sondern eine Projektionsfläche ihrer eigenen Ängste.

Sie erinnern sich an das, was sie selbst nicht getan haben. Und wollen uns davor bewahren, das zu erleben, was sie verdrängt haben.

Und Eigenverantwortung bedeutet: Sie entscheiden trotzdem.

Warum gehört Wiederholung dazu?

In den “Boron Letters” wiederholt der Vater sich oft. Immer wieder dieselben Tipps. Dieselben Hinweise.

Warum?

Weil Eigenverantwortung nicht einmal passiert. Sie wird trainiert.

Wie ein Muskel. Täglich. In kleinen Entscheidungen:

  • Schreiben Sie heute den Text oder denken Sie noch drei Tage darüber nach?
  • Posten Sie das Reel oder suchen Sie nochmal ein besseres Licht?
  • Fragen Sie endlich nach dem Preis oder hoffen Sie, dass der Kunde von selbst erkennt, wie viel Sie wert sind?

Wiederholung baut Widerstandskraft.

Ein Vorschlag: Ersetzen Sie “Ich kann nicht” durch “Ich entscheide mich dagegen.”

Denn das ist der wahre Kern von Eigenverantwortung.

“Ich kann gerade nicht posten” wird zu:
“Ich entscheide mich, heute nicht sichtbar zu sein.”

“Ich kann mich noch nicht festlegen” wird zu:
“Ich entscheide mich, weiter im Nebel zu verweilen.”

“Ich brauche noch mehr Informationen” wird zu:
“Ich entscheide mich, den nächsten Schritt aufzuschieben.”

Merken Sie den Unterschied?

Plötzlich liegt die Macht wieder bei Ihnen.

Ein letztes Wort und ein kleiner Test

Vielleicht ist dieser Text unbequem. Vielleicht sogar ein bisschen wütend.

Das ist gut. Denn genau da beginnt Eigenverantwortung: Wenn wir uns nicht mehr wohl fühlen mit unseren Ausreden.

Ein kleiner Selbsttest für heute:

  • Was schieben Sie gerade vor sich her?
  • Was wäre die ehrlichste Begründung dafür?
  • Was würde passieren, wenn Sie es einfach täten?

Halten Sie das schriftlich fest.
Es hilft Ihnen, Ihre Gedanken zu ordnen und schneller zu erkennen, worauf es wirklich ankommt.

Ich wünsche Ihnen kluge Strategien, mehr zahlende Kunden und mehr Freiheit in Ihrem Expertenbusiness!

Kunden, die „Ja, aber…“ sagen: Wie Sie psychologische Spiele in Kundengesprächen erkennen

Kunden, die „Ja, aber…“ sagen: Wie Sie psychologische Spiele in Kundengesprächen erkennen

Warum manche Gespräche ins Leere laufen und was das mit Ihnen zu tun hat

Stellen Sie sich folgende Szene vor:
Sie haben gerade ein Beratungsgespräch.

Jemand erzählt Ihnen von seinem Leid und auf jeden Lösungsvorschlag von Ihnen antwortet er mit einem „Ja, aber …“.

Oder er verweist ständig auf seine schwere Kindheit, seine „dunkle Seite“ oder seine angebliche Unfähigkeit, sich zu verändern.

Oder er vergisst Termine, wirkt verwirrt, stellt sich dumm, obwohl Sie wissen: Diese Person ist alles andere als dumm.

Was da passiert, ist kein Zufall. Es sind psychologische Spiele – ein Begriff, den der Psychiater Eric Berne in seinem bahnbrechenden Werk „Spiele der Erwachsenen“ (Originaltitel: Games People Play) * geprägt hat.

Berne beschreibt darin typische Kommunikationsmuster, die nach außen harmlos wirken, aber tiefgreifende, meist unbewusste psychologische Motive bedienen: Schuld abwälzen, Verantwortung vermeiden, Kontrolle gewinnen. Ohne direkt zu konfrontieren.

Klingt nach Theorie? Ist aber Alltag – im Privatleben wie im Business.

Wenn Kunden spielen: Wie sich Verantwortungslosigkeit in Verkaufsgesprächen zeigt

Wer psychologische Spiele einmal erkennt, sieht sie überall. Auch (und gerade) im beruflichen Kontext.

Viele Coaches, Berater, Therapeuten und andere Dienstleister erleben es täglich: Sie geben sich Mühe, bringen Lösungen ins Gespräch. Doch am Ende bleibt alles, wie es war. Nicht, weil Sie schlecht beraten hätten. Sondern, weil Ihr Gegenüber gar keine Entscheidung treffen wollte.

Hier sind drei typische Spielarten und wie Sie sie in Kundengesprächen erkennen.

1. Das „Ja, aber…“-Spiel im Verkaufsgespräch

→ „Ihre Methode klingt super… aber ich weiß nicht, ob ich dafür die Zeit habe.“
→ „Ich hab schon so viel probiert… aber bei mir wirkt sowas einfach nicht.“
→ „Ich finde Ihre Arbeit sehr spannend… aber ich glaube, ich bin noch nicht so weit.“

Was passiert hier wirklich?

Der/die Interessent/in sucht nach Gründen, die Entscheidung zu verschieben, ohne das direkt zuzugeben. Statt klar “Nein” zu sagen, wird eine Endlosschleife aus „Ja, aber…“ erzeugt, in der Sie die Rolle des Problemlösers übernehmen und am Ende erschöpft dastehen, ohne Auftrag.

💡 Ihre neue Strategie:

Steigen Sie früh aus dem Spiel aus.

Sagen Sie zum Beispiel:

„Ich merke, dass es für Sie Gründe gibt, sich nicht zu entscheiden, und das ist okay. Aber dann lassen Sie uns das klar benennen, statt uns im Kreis zu drehen.“

Oder, je nach Ton:

„Wissen Sie, was ich interessant finde? Dass Sie bei jedem Ja sofort ein Aber haben. Vielleicht ist es gar nicht das Angebot, sondern Ihre Angst vor Veränderung.“

2. Das „Holzbein“ im Beratungskontext

„Ich würde ja gern etwas ändern, aber ich hab halt dieses Trauma.“
„Ich hab das Gefühl, ich bin einfach zu alt / zu chaotisch / zu kaputt, um noch was aus meinem Business zu machen.“
„Meine Zielgruppe versteht halt meine Arbeit nicht – die ist einfach nicht bereit.“

Was passiert hier wirklich?

Ihr Gegenüber stellt seine Einschränkungen als unüberwindbare Fakten dar. So schützt er sich davor, Verantwortung für sein Wachstum zu übernehmen und zwingt Sie (unbewusst), ihn zu beweisen, dass er doch nicht so verloren ist.

💡 Ihre neue Strategie:

Statt zu motivieren oder zu überzeugen, spiegeln Sie die Dynamik.

Das klingt so, als hätten Sie sich schon entschieden, dass es für Sie keine Lösung gibt. Möchten Sie das gerade einfach nur laut aussprechen, oder suchen Sie tatsächlich einen Weg heraus?“

Oder:

„Wenn Sie sich selbst für ungeeignet halten, kann ich Ihnen nichts verkaufen. Meine Arbeit braucht keine Perfektion, aber Bereitschaft.“

3. Das „Ich bin halt dumm“-Spiel bei der Zusammenarbeit

„Oh, das mit dem Onboarding hab ich überlesen – ich bin so verplant.“
„Ich hab den Zoom-Link irgendwie nicht gefunden – Technik ist echt nicht meins.“
„Ich bin halt so jemand, der dauernd was vergisst. Sie werden mich da öfter erinnern müssen.“

Was passiert hier wirklich?

Ihr Kunde inszeniert sich als unorganisiert oder unfähig, um spätere Verantwortung von sich zu weisen.
Oft charmant, oft witzig, aber mit Folgen: Sie tragen die Last.

💡 Ihre neue Strategie:

Lassen Sie das Spiel nicht durchgehen. Sagen Sie mit Klarheit:

„Ich nehme Sie ernst. Und genau deshalb spreche ich das an: Wer mit mir arbeitet, übernimmt Verantwortung. Wenn das noch nicht möglich ist, ist es vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt.“

Oder – charmant, aber deutlich:

„Ich kann mit vielem arbeiten, aber nicht mit selbstgewählter Hilflosigkeit. Wollen Sie wirklich lernen, oder einfach nett aussteigen?“

Warum diese Klarheit der Beginn echter Autorität ist

Kundengespräche sind keine Bühne für Psychospiele, sondern der Ort, an dem Klarheit entsteht.

Und diese Klarheit beginnt bei Ihnen.

Je eher Sie Spielmuster erkennen, desto schneller können Sie entscheiden:
– Will dieser Mensch wirklich Hilfe?
– Oder will er sich nur durch mein Angebot bestätigen lassen, dass er ein unlösbares Problem hat?

Als Experte verkaufen Sie nicht nur Lösungen.

Sie verkaufen Verantwortung.

Wer nicht bereit ist, sie zu übernehmen, wird nie ein echter Kunde – egal wie günstig, wie freundlich oder wie geduldig Sie sind.

„Aber was, wenn der Kunde dann abspringt?“ – Die stille Angst hinter dem Schweigen

Vielleicht haben Sie sich beim Lesen gedacht:

„Ja, stimmt alles. Aber wenn ich so ehrlich bin, springen mir dann nicht die Kunden ab?“

Diese Frage ist menschlich. Und sie ist nachvollziehbar.

Doch sie ist auch die häufigste Falle für verantwortungsvolle Experten.
Denn sie führt zu einem fatalen Denkfehler:

Lieber einen schwierigen Kunden halten, als gar keinen haben.

Und dieser Gedanke ist teuer.
Nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Denn er kostet Sie Klarheit, Energie und Respekt.

Und am Ende zahlen Sie mit Ihrer Identität als Experte.

Was also tun?

💡 Der einzige Weg: Stehenbleiben, wenn andere weglaufen.

Wenn jemand abspringt, weil Sie Grenzen setzen, weil Sie das Spiel nicht mitspielen, weil Sie Verantwortung einfordern, dann ist das kein Verlust.

Betrachten Sie es als eine Filterfunktion.

→ Nicht jeder, der Interesse zeigt, ist bereit.
→ Nicht jeder, der zahlt, will sich entwickeln.
→ Nicht jeder, der bleibt, ist gut für Ihre Arbeit.

Und das ist nicht nur ein Problem für den Kunden, sondern auch für Sie.

Denn wenn Sie Ihre Zeit mit Menschen verbringen, die sich nicht verändern wollen, passiert Folgendes:

→ Sie sammeln keine echten Erfolge, über die Sie sprechen können.
→ Ihre Arbeit bleibt im Ungefähren, weil nichts in Bewegung kommt.
→ Sie erleben keine Resonanz, keine Klarheit, keine Entwicklung.
→ Und irgendwann zweifeln Sie an sich selbst – nicht, weil Sie schlecht arbeiten, sondern weil Sie sich nie wirklich zeigen können.

Das ist der perfekte Nährboden für eine stille, lähmende Frage:

„Vielleicht bin ich einfach nicht so gut, wie ich dachte?“

Aber das stimmt nicht.
Sie sind nicht „nicht gut“.
Sie arbeiten nur unter Bedingungen, die kein Wachstum zulassen.

Ohne echte Bereitschaft auf der anderen Seite können Sie Ihre Expertise nicht sichtbar machen.
Weder in Fällen.
Noch in Worten.
Noch in Wirkung.

Sie wollen nicht einfach nur Kunden.
Sie wollen Veränderung begleiten. Mit Ihrer Expertise.
Sie wollen gesehen werden. Für Ihre hervorragende Leistung.
Und das geht nur mit Menschen, die sich wirklich verändern wollen.

💬 Was Sie sagen dürfen, wenn es wackelt:

„Ich sehe, dass es gerade schwierig ist, und das ist okay.
Aber ich arbeite nicht mit Menschen, die Verantwortung abgeben.
Wenn Sie soweit sind, melden Sie sich gern wieder. Ich bin für Sie da“

Das ist kein Rauswurf.
Das ist ein Angebot an die Selbstverantwortung des anderen.

Und genau das macht Sie glaubwürdig.

Fazit: Verkaufen heißt nicht, zu überreden, sondern Spiele zu beenden

Wenn jemand ständig „Ja, aber…“ sagt, verkaufen Sie diese Person nicht mehr.
Wenn jemand sich selbst als Opfer inszeniert – coachen Sie nicht mehr.
Wenn jemand sich dumm stellt – organisieren Sie nicht mehr.

Sie sind derjenige, der führt. Nicht der Kunde.
Sie setzen Klarheit vor Nettigkeit.
Verantwortung vor Harmonie.
Entscheidungsfähigkeit vor Zustimmung.

Das ist keine Härte, sondern Ihre Größe.

Lese-Tipp: Wer mehr über diese Spiele verstehen will…

…dem empfehle ich das Buch, das die Grundlage dieses Artikels bildet:

Eric Berne. Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen.

Es ist kein trockenes Fachbuch, sondern ein faszinierender Blick auf unser Kommunikationsverhalten: klug, provozierend und überraschend aktuell

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Ob Sie Coach sind, Berater:in oder einfach jemand, der weniger Drama und mehr Klarheit in Gesprächen will – dieses Buch wird Ihre Sicht auf Gespräche verändern.

Worum geht es in Eric Bernes Buch und warum betrifft es auch Sie?

In „Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen“ beschreibt der Psychiater Eric Berne, wie Menschen scheinbar harmlose Gespräche führen – die in Wahrheit Machtspiele, Selbstsabotage oder Ausweichstrategien sind. Er nennt das: psychologische Spiele.

Dabei geht es nicht um manipulatives Verhalten im bösen Sinne, sondern um eingespielte Rollen, die Menschen benutzen, um unangenehmen Gefühlen, Entscheidungen oder echter Nähe auszuweichen.

Berne entschlüsselt diese Muster mit einer bestechenden Klarheit.

Beispiele wie:

  • „Warum passiert das immer mir?“
  • „Ich will ja, aber …“
  • „Du bist schuld, dass ich das jetzt machen musste.“

…zeigen, wie tief diese Spiele in unseren Alltag eingewebt sind – ob in der Familie, in der Partnerschaft oder im Coaching-Gespräch.

Warum Sie dieses Buch lesen sollten:

Wenn Sie mit Menschen arbeiten – als Coach, Berater oder Dienstleister – dann werden Sie in diesem Buch Ihre Gesprächspartner wiedererkennen.

Und Sie lernen, sich nicht mehr in fremde Dramen hineinziehen zu lassen.

Kernsatz:

„Wer die Spiele erkennt, kann sie beenden und echte Verantwortung ermöglichen.“

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Was der erste Eindruck auf Ihrer Website über Ihre Positionierung verrät und wie Sie gezielt Vertrauen aufbauen

Was der erste Eindruck auf Ihrer Website über Ihre Positionierung verrät und wie Sie gezielt Vertrauen aufbauen

Es passiert schneller, als wir denken und deutlich früher, als wir es beeinflussen können: Der erste Eindruck.

In der digitalen Welt dauert es keine Sekunde. Studien zeigen, dass Nutzer bereits nach 50 Millisekunden entscheiden, ob sie eine Website als ansprechend, glaubwürdig oder vertrauenswürdig empfinden. In dieser kurzen Zeit wird nicht gelesen, nicht reflektiert, nicht logisch analysiert.

Es wird gefühlt, eingeordnet, aussortiert.

Gerade für Coaches, Berater und Experten im Dienstleistungsbereich ist diese erste Sekunde entscheidend. Denn sie verkaufen keine Produkte, sondern Beziehung, Vertrauen, Orientierung. Wenn der erste Eindruck nicht überzeugt, bleibt keine zweite Chance. Der Klick ist weg und mit ihm der potenzielle Auftrag.

Doch was genau bestimmt diesen Eindruck? Und was hat das mit Positionierung zu tun?

Der erste Eindruck ist nicht der erste Satz, sondern das erste Gefühl

Wenn jemand Ihre Website aufruft, sieht er nicht zuerst Ihre Texte. Er fühlt zuerst Ihre Haltung.

Das Design, die Farben, der Abstand und die Platzierung der Elemente, die Wahl der Bilder – all das kommuniziert, bevor Sprache überhaupt wirken kann.

Der erste Eindruck auf der Website ist vor allem ein emotionaler Impuls.

Das limbische System im Gehirn bewertet blitzschnell, ob die Umgebung stimmig, sicher und relevant wirkt.

Die Positionierung eines Experten beginnt also nicht bei der Angebotsbeschreibung, sondern beim visuellen und atmosphärischen Auftakt. Wer hier Unsicherheit, Unruhe oder Überfrachtung ausstrahlt, signalisiert unbewusst: Ich weiß selbst nicht genau, wofür ich stehe.

Expertenpositionierung bedeutet in diesem Zusammenhang: innere Klarheit wird in äußere Form übersetzt. Und diese Form entscheidet darüber, ob jemand bleibt – oder sofort wieder geht.

Also frage ich Sie:

Was fühlt der Nutzer, wenn er Ihre Seite betritt?
Langeweile?
Skepsis?
Oder Freude?

Ein Beispiel aus der Praxis:

Bei einem Finanzdienstleister änderten wir die Platzierung seines Haupttextes.

Statt ihn links oben anzusiedeln, platzierten wir ihn mittig mit großem weißem Raum drumherum.

In der Folge stieg die Lesedauer um 40 %, weil das Auge nicht überfordert wurde und das Gehirn endlich Luft bekam.

Gestaltung ist keine Dekoration, sondern visuelle Autorität

Viele Selbstständige betrachten das Layout ihrer Website als etwas, das „schön aussehen“ soll. Doch genau hier liegt ein Missverständnis.

Gestaltung ist nicht Schmuck, sondern ein Kommunikationsinstrument.

Ein klares, ruhiges, übersichtliches Design mit konsistenter Farbwahl, gut lesbarer Typografie und logischer Seitenstruktur vermittelt auf unbewusster Ebene: Hier ist jemand sortiert. Hier kann ich mich sicher fühlen.

Ein überladenes, chaotisches oder technisch veraltetes Layout dagegen löst Irritation aus – oft, ohne dass es den Besucher bewusst wird. Es fühlt sich einfach „nicht stimmig“ an. Und diese Irritation reicht, um den berühmten Bounce (Absprungrate) auszulösen.

Gerade für Dienstleistungen, die Vertrauen, Nähe oder emotionale Tiefe verlangen (Psychologen, Therapeuten, Coaches), ist diese visuelle Klarheit ein Schlüssel.

Wer online Vertrauen aufbauen will, muss visuell zeigen, dass er die Kontrolle über die eigene Wirkung hat.

Navigation als psychologischer Führungstest

Ein weiterer Aspekt, der oft unterschätzt wird, ist die Benutzerführung.

Unser Gehirn scannt Webseiten nicht linear ab. Es springt.

Von einem Punkt zum nächsten.
Vom Kontrast zum Kontrast.
Von der Emotion zur Emotion.

Das nennt man visuelle Hierarchie.
Und sie bestimmt, was der Nutzer liest und was er ignoriert (gezielte Nutzerführung).

Wenn eine Seite keinen klaren Aufbau hat, keine sichtbaren Einstiegspunkte, unklare Menübegriffe oder zu viele gleichwertige Optionen, entsteht kognitiver Stress.

Die Besucher fragen sich: Worum geht es hier? Was ist für mich relevant? Was soll ich jetzt tun?

Diese Unsicherheit beschädigt den ersten Eindruck nachhaltig.

Denn jede Sekunde, in der sich jemand orientieren muss, ist eine Sekunde, in der Zweifel wachsen. Und Zweifel wirken wie Sand im Vertrauensmotor.

Eine klare Call-to-Action (Aufforderung zum Handeln), ein strukturiertes Menü, sprechende Zwischenüberschriften und logische Seitenabfolgen sind keine Designfragen. Sie sind ein Beweis für strategisches Denken.

Und genau das ist Teil jeder Intelligenten Positionierung: Man zeigt nicht nur, was man kann, sondern wie man denkt.

Also frage ich Sie:

Was steht bei Ihnen im Mittelpunkt?
Ist es wirklich dort, wo der Nutzer es sieht?
Oder versteckt es sich irgendwo zwischen Icons, Bildern und weiteren unnötigen Elementen?

Sprache: Die unterschätzte Oberfläche

Wer glaubt, dass gutes Design den Job allein macht, unterschätzt die Macht der Sprache. Nicht inhaltlich, sondern atmosphärisch.

Die ersten Sätze, die jemand auf Ihrer Seite liest, wirken wie ein Tonfall im Raum.

Klingen sie distanziert, formal oder beliebig, entsteht keine Bindung.

Klingen sie übertrieben, pathetisch oder reißerisch, entsteht Misstrauen.

Der Ton macht die Haltung sichtbar.

Ein Beispiel:

✖️ „Herzlich willkommen auf meiner Seite. Hier finden Sie professionelle Begleitung in allen Lebenslagen.“
✔️ „Sie haben schon viel erreicht. Und trotzdem fehlt etwas – ein nächster Schritt, der wirklich zu Ihnen passt.“

Der Unterschied liegt nicht im Informationsgehalt, sondern im Empfinden. Wirkung als Experte entsteht durch emotionale Resonanz.

Deshalb ist Positionierung auch eine Frage des Tons: Sie zeigt, in welchem inneren Raum Ihre Kunden ankommen, wenn sie mit Ihnen arbeiten.

Ein Beispiel aus der Praxis:

2014 unterstützte ich eine Hypnose-Therapeutin, die seit Jahren kämpfte, um Kunden zu gewinnen. Ihre alte Seite war voller Fachbegriffe, sachlich, fast schon steril.

Nach dem Relaunch setzen wir auf warme Töne, natürliche Fotos und eine Sprache, die so klang, als würde sie persönlich sprechen.

Dann kam der Moment, in dem sie nicht mehr „Hypnose-Expertin“ war, sondern eine Frau, die sagte:

„Ich arbeite mit Menschen, die ständig Angst haben, dass die nächste Panikattacke gleich wieder kommt. Die nachts aufschrecken, schwitzen, nicht wissen, was mit ihnen los ist. Ich helfe ihnen, wieder durchzuatmen. Mit Methoden, die schnell wirken – ohne jahrelange Gespräche.“

Die Absprungrate sank um fast 43 % .

Warum?

Weil plötzlich nicht mehr fachlich gesprochen wurde, sondern emotional. So, wie jemand spricht, der wirklich helfen will. Direkt. Klar. Greifbar. Und in der Alltagssprache der Zielgruppe.

Der stärkste Eindruck ist oft der leiseste

Viele Experten glauben, sie müssten sich über Kompetenz beweisen: mit Zertifikaten,  Methodenbeschreibungen etc.

Doch die Wahrheit ist: Kompetenz wird bereits erwartet. Was zählt, ist Vertrauen.

Und Vertrauen entsteht nicht durch Auflistung, sondern durch Stimmigkeit.

Wenn Design, Sprache, Struktur, Haltung und Tonfall ein Bild ergeben, das kohärent wirkt, fühlen sich Menschen sicher. Und Sicherheit ist die Voraussetzung für Entscheidungsbereitschaft.

Ein starker erster Eindruck bedeutet: Ich wirke so, dass mein Gegenüber nicht nur versteht, was ich tue – sondern spürt, dass es wirkt.

Wer online überfordert, wird als unsicher erlebt.
Wer online überredet, wird als bedürftig wahrgenommen.
Wer online stimmig auftritt, wird als souverän erinnert.

Visuelles Kommunikationskonzept für einen Beziehungspsychologen

Was hat das alles mit Ihrer Positionierung zu tun?

Die Intelligente Positionierung beginnt nicht mit der Frage „Was biete ich an?“, sondern mit der Frage: „Wie nehme ich meine Expertise selbst wahr und wie übersetze ich sie in eine Erfahrung für andere?“

Ihre Experten-Website ist nicht nur Visitenkarte. Sie ist ein Resonanzraum.

Alles, was darin sichtbar ist, erzählt eine Geschichte über Sie: bewusst oder unbewusst.

Wenn Sie also den ersten Eindruck Ihrer Website gezielt gestalten, dann gestalten Sie nicht nur einen Moment. Sie gestalten die erste Sekunde einer Beziehung. Und genau in dieser Sekunde entscheidet sich, ob Sie überhaupt die Chance bekommen, Ihre Expertise zu zeigen.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Ein Coach für digitales Zeitmanagement schrieb auf seiner alten Seite:
„Ich unterstütze Führungskräfte dabei, ihre Arbeitszeit effizienter zu nutzen.“

Wir haben sein Statement so geändert: „Ich helfe Überarbeiteten, endlich wieder Luft zu bekommen, ohne dauernd mehr Disziplin zu brauchen.“

Etwa 28 % mehr Menschen haben sich daraufhin gemeldet oder etwas gebucht – nur weil sich die Sprache verändert hat.

Fazit: Die Positionierung beginnt noch vor dem ersten Wort

Bevor jemand Ihre Angebote liest, Ihre Texte versteht oder Ihre Methodik erfasst, hat er oder sie sich längst entschieden – auf emotionaler Ebene.

Der erste Eindruck wirkt tiefer als jedes Argument.

Wenn Sie mit Kunden arbeiten, die selbst anspruchsvoll, reflektiert und sensibel für Wirkung sind, dann wissen Sie: Sie lesen nicht nur, sie fühlen mit.

Sie achten auf Zwischentöne. Und sie entscheiden nicht aufgrund von Verkaufspsychologie, sondern aufgrund von Übereinstimmung in ihrem Kopf.

Deshalb beginnt Ihre Positionierung nicht mit dem, was Sie sagen, sondern mit dem, was sichtbar wird, wenn Sie noch nichts sagen.

Ein klarer erster Eindruck ist keine Stilfrage.
Er ist der erste Beweis Ihrer inneren Ordnung.

Der Krabben-Effekt: Warum andere Menschen Sie zurückziehen, wenn Sie aufsteigen wollen und wie Sie sich davon befreien

Der Krabben-Effekt: Warum andere Menschen Sie zurückziehen, wenn Sie aufsteigen wollen und wie Sie sich davon befreien

„Lass es lieber! Du wirst das sowieso nicht schaffen.“

Manchmal reicht ein einziger Satz, der sich anfühlt wie ein Schlag in den Magen. Der genau dann kommt, wenn Sie aufstehen wollen. Wenn Sie etwas wagen. Wenn Sie innerlich schon loslaufen.

Und dann: zack – kommt er.
– Von den Eltern: “Wenn du keine Einser hast, wirst du irgendwann Straßen kehren.“
– Von den Kollegen: „Träum ruhig weiter. Eine Beförderung? Nicht für Leute wie du.“
– Vom Nachbarn, vom Stammtisch, aus den Kommentaren: „Dieses Land ist am Ende! Was willst du denn da noch reißen?“

Und irgendwann…
fragt man sich: Vielleicht haben sie recht? Vielleicht ist mein Ziel wirklich zu groß?

Ganz langsam, fast unmerklich, fangen Sie, an Ihrer Urteilsfähigkeit zu zweifeln.

Willkommen im Eimerdenken.

Was steckt hinter dem Krabben-Effekt und warum sollten Sie ihn kennen

Stellen Sie sich einen Eimer voller Krabben vor.

Eine einzelne Krabbe könnte locker raus. Sie hat Kraft, Technik, Zielklarheit.

Aber sobald sie losklettert, passiert etwas Seltsames: Die anderen ziehen sie runter. Mit aller Kraft.

Und am Ende sitzen sie alle wieder unten.

Klingt absurd?
Passiert aber jeden Tag.
Nicht nur am Meeresgrund, sondern mitten unter uns.

In der Psychologie heißt das: Krabben-Effekt oder Krabbenmentalität.

Ein Verhalten, bei dem Menschen andere Menschen klein machen, sobald diese anfangen zu wachsen. Vielleicht nicht aus der bösen Absicht, sondern weil der Aufstieg der einen den Stillstand der anderen sichtbar macht.

Wollen Sie sich verändern? Dann rechnen Sie mit Widerstand

– Sie wollen sich selbstständig machen und hören: „Sicher ist das nicht.“
– Sie kündigen den ungeliebten Job und jemand murmelt: „Andere wären froh um so eine Stelle.“
– Sie finden eine Aufgabe, die Sie erfüllt, und prompt kommt: „Naja, davon kann man aber auch nicht leben.“

Was Sie da erleben, ist keine Sorge um Sie. Sondern eine psychologische Sabotage im Alltag. Die gesellschaftliche Missgunst, verpackt in Alltagsfloskeln.

Es ist das, was viele Wissenschaftler als Krabben-Eimer-Theorie beschreiben: Ein unsichtbares Ziehen zurück ins Mittelmaß.

Aber das ist nicht alles…

Ein bemerkenswertes Beispiel aus der Forschung:

Studierende schnitten absichtlich schlechter bei Prüfungen ab, weil sie Angst hatten, von anderen ausgelacht oder ausgegrenzt zu werden – einfach nur, weil sie besser waren.

Erst als die Leistungsbewertung anonymisiert wurde, stiegen die Noten deutlich an. Nicht, weil die Studierenden plötzlich klüger waren, sondern weil sie sich endlich sicher fühlten, ihr volles Potenzial zu zeigen.

[Crab Mentality, Cyberbullying and “Name and Shame” Rankings. Simon Spacey (2015)]

Was sagt uns das?

Menschen sabotieren sich oft selbst, wenn der soziale Preis für Erfolg zu hoch ist. Wenn sie befürchten, dass ihr Aufstieg Neid, Spott oder Ausschluss auslöst.

Die unsichtbare Gefahr für Ihre Positionierung: das soziale Umfeld

Und hier beginnt es gefährlich zu werden. Vor allem, wenn Sie sich beruflich klar zeigen wollen. Sobald Sie anfangen, Ihre Expertise auf den Punkt zu bringen, Ihre Haltung öffentlich zu machen oder mit einem eindeutigen Angebot sichtbar zu werden, wird es unbequem für manche.

Plötzlich kommen sie, die Krabben:
„So kannst du dich doch nicht zeigen.“
„Das wirkt viel zu selbstbewusst.“
„Was, wenn dich das jemand übel nimmt?“

Sie meinen es vielleicht nicht böse. Aber ihre Worte treffen.

Und wenn Sie nicht vorbereitet sind, passiert das, was bei so vielen passiert:

Sie bremsen sich selbst.
Sie ändern Ihren Ton.
Sie machen’s weicher.
Sie machen’s so, dass es allen passt.

Und mit jedem Satz, der alle zufriedenstellt, verlieren Sie ein Stück von dem, was Sie eigentlich sagen wollten.

Was da passiert, hat nichts mit Strategie zu tun.

Es ist die Krabbenmentalität im Tarnanzug.
Vorsorglich.
Um dazuzugehören.
Um nicht aufzufallen.

Und das ist das eigentlich Tragische:
Wir könnten uns durch unser Wachstum verbinden. Stattdessen verbünden wir uns oft im Kleinhalten.

Die Krabbenmentalität kennt keine Alters- Status- oder Landesgrenzen:

Eltern, die sagen: „Träum nicht zu groß – wir hatten auch nie was.“
Jugendliche, die mobben, weil andere mutiger sind.
Führungskräfte, die kleinhalten, statt fördern.

Und das passiert überall:
In Deutschland, Amerika, Großbritannien, Russland oder Japan.

  • Bereits 1960 dokumentierte The Observer in einer Umfrage unter der britischen Mittelschicht, wie tief Konkurrenzverhalten im Alltag verankert war: Nachbarn kopierten gezielt Anschaffungen wie Waschmaschinen und Kühlschränke – nicht aus Bedarf, sondern um „mitzuhalten“. Eine Frau kommentierte den Kauf eines neuen Autos so: „Das wird ein Schlag ins Gesicht für ihn!“ Willkommen im Krabben-Eimer – mitten in Woodford.
  • Auch in den USA liefert der Sport eindrucksvolle Beispiele:
    1992 warf die New York Times Michael Jordan & Co. nicht sportliche Überlegenheit, sondern Arroganz vor – wegen Blicken, Hotels, Attitüde. Nicht die Leistung störte, sondern die Distanz zur Masse.
  • In Japan eskalierte die Krabbenmentalität tragisch: Eine Mutter tötete das Kind einer anderen aus Neid, weil es in eine Elite-Vorschule aufgenommen wurde, ihre Tochter aber nicht.

Ob Nachbarschaft, Sport, Bildung oder Politik – die Krabbenmentalität kennt keine Grenzen.

Und doch bleibt die Frage: Was genau bringt Menschen dazu, andere aktiv zu behindern, wenn sie beginnen, über sich hinauszuwachsen?

Und welche inneren Schäden hinterlässt dieses Verhalten – nicht nur beim Opfer, sondern auch beim Täter?

Die Ursachen und die Folgen der Krabbenmentalität

Was viele nicht wissen: Krabben ziehen einander nicht zurück in den Eimer, weil sie böse sind. Sondern weil jede einzelne einfach nur raus will. Und weil sie glauben, das geht nur, wenn der andere nicht vorankommt.

Genau wie bei uns Menschen.
Die moderne Psychologie zeigt: Hinter der Krabbenmentalität stecken tief verankerte Denk- und Schutzmechanismen. Nicht immer bewusst – aber hochwirksam.

Wer andere blockiert, hat oft ein ganz anderes Problem: Die Angst, selbst zurückzubleiben.

Egoismus

Sobald jemand im Umfeld neue Pläne hat – kündigen, sich selbstständig machen, etwas riskieren – schrillen bei vielen innerlich die Alarmglocken.

Was, wenn ich daneben plötzlich alt aussehe?

Was, wenn ich mich dann selbst verändern müsste?

Dann beginnt die psychologische Sabotage im Alltag: „Willst du das wirklich machen? Ich glaub nicht, dass das was für dich ist…“

Vor allem bei narzisstischen oder manipulativ veranlagten Menschen ist dieses Muster stark ausgeprägt.

Neid

Klingt altmodisch, ist aber brandaktuell.
Das Gefühl: „Wenn ich etwas nicht habe, soll es auch kein anderer haben“ treibt viele Krabben an, teils bis ins Extreme.

Missgunst statt Mitfreude. Und das in allen gesellschaftlichen Schichten.

Minderwertigkeitsgefühle

Wer sich ständig vergleicht, leidet irgendwann. Und wer sich selbst als „nicht gut genug“ empfindet, wertet andere ab – um sich besser zu fühlen.

Angst vor Veränderung

Emotionale Blockaden durch Umfeld entstehen oft, weil jemand jahrelang geglaubt hat: „Ich kann eh nichts erreichen.“

Wenn dann jemand aus dem eigenen Umfeld Erfolg hat, wird das eigene Weltbild erschüttert. Das tut weh.

Also versucht man, die andere Person wieder auf Kurs zu bringen – zurück in die gewohnte Begrenzung.

Angst vor Einsamkeit

Wenn jemand mutig einen neuen Weg geht, bleibt der Rest erstmal zurück.
Und das erzeugt Unruhe. Verlustgefühl. Vielleicht sogar Wut.

Denn plötzlich ist der andere „nicht mehr wie wir“.

Das erzeugt sozialen Druck – und oft auch gezielte Angriffe.

So entsteht Eimerdenken. So wird aus einer unsicheren Person schnell eine sabotierende Persönlichkeit.

Die Folgen sind bitter für alle

Wer andere runterzieht, wird selbst nie erfahren, was außerhalb des Eimers möglich ist.

Und wer sich zurückziehen lässt, verliert Mut, Kraft und Richtung.
Im schlimmsten Fall wird auch der Aufstrebende irgendwann selbst zur Krabbe.

Weil es bequemer ist, im Eimer zu bleiben, als sich ständig freizukämpfen.
Und das bleibt nicht nur psychisch spürbar, sondern auch körperlich:

  • Wer sich stark und unterstützt fühlt, produziert Serotonin – das Hormon für Motivation und Zufriedenheit.
  • Wer sich schwach, ausgebremst und sabotiert fühlt, schüttet Cortisol aus – ein Stresshormon, das langfristig die Gesundheit angreift. [L. Breuning, 2019]

Eine einzige Krabbe in einer sozialen Gruppe – etwa in einem Freundeskreis, in einem Projektteam oder in einer Familie – kann reichen und das ganze System kippt. Misstrauen, Lästereien, passiv-aggressive Kommentare: Plötzlich ist kein Raum mehr für echtes Wachstum.

Z.B. Ihre Kunden können auch Krabbenverhalten zeigen – etwa, wenn sie Ihre Expertise abwerten, weil Sie für Ihre Leistung ein selbstbewusstes Honorar nennen. Oder wenn Teammitglieder neue Ideen blockieren, nur weil diese nicht von ihnen selbst stammen.

Hinter all dem steckt keine rationale Ablehnung, sondern oft Unsicherheit, Verlustangst oder gewohnheitsbasierte Abwehr von Veränderung.

Wer positioniert arbeitet, muss genau solche Dynamiken durchblicken – nicht, um sie zu vermeiden, sondern um souverän mit ihnen umzugehen. Für die eigene Gesundheit und für sozialen Frieden.

Wie Sie Krabbenverhalten erkennen und sich davon befreien

Nicht jeder, der mal nörgelt, ist gleich eine Krabbe. Aber wenn jemand systematisch versucht, Sie auszubremsen, zu verunsichern oder kleinzureden, dann lohnt sich ein genauer Blick.

Denn Sabotage beginnt oft leise.
Und wer sie zu spät erkennt, sitzt schneller im Krabben-Eimer, als ihm lieb ist.

Woran erkennen Sie sabotierende Menschen?

Hier sind ein paar Anzeichen, die Sie hellhörig machen sollten – typische Symptome von Krabbenmentalität:

  • Negative Reaktionen auf fremde Erfolge („Ach, das war doch nur Glück.“)
  • Einmischung in fremde Projekte, um deren Wirkung abzuschwächen
  • Verbreitung von Gerüchten und unterschwellige Lästereien
  • Die Haltung: „Ich war eigentlich der Ideengeber – der Erfolg gehört mir.“
  • Dauerhafte Konkurrenzwahrnehmung, selbst bei kleinen Erfolgen
  • Genugtuung bei Misserfolgen anderer
  • Mangel an Empathie – es zählt nur die eigene Perspektive
  • Unfähigkeit zur echten Teamarbeit
  • Ständige Kritik – aber ohne Lösungen
  • Überheblichkeit, die in Wahrheit Unsicherheit tarnt

Wenn Sie solche Verhaltensmuster beobachten, erleben Sie entweder Neid am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld und befinden sich in einem sozialen Gefüge, das durch sabotierende Menschen geprägt ist.

Phrasen, bei denen Sie hellhörig werden sollten

  • „Wozu das alles? Dir geht’s doch gut.“
  • „Dafür bist du zu alt. Vor zehn Jahren – vielleicht.“
  • „Du wirst das eh nicht durchziehen – also spare dir die Mühe.“
  • „Heute lassen wir es krachen. Ab Montag wird dann durchgestartet… versprochen!“

Solche Aussagen klingen wie Alltagsrhetorik. In Wahrheit sind sie Ausdruck von psychologischer Sabotage im Alltag – ein typischer Reflex aus der Krabbenmentalität.

Der Krabben-Effekt. Warum andere Menschen Sie zurückziehen, wenn Sie aufsteigen wollen

Was, wenn Sie selbst die Krabbe sind?

Wenn Sie sich selbst dabei ertappen, andere auszubremsen, zu kritisieren oder ihre Erfolge kleinzureden, dann ist jetzt der richtige Moment, innezuhalten.

Denn wer andere zurückzieht, bleibt selbst im Eimerdenken gefangen. Und sabotiert am Ende die eigene Entwicklung.

Fragen zur ehrlichen Selbstreflexion:

  • Was steckt wirklich hinter meinem Verhalten?
  • Habe ich Angst, abgehängt zu werden?
  • Fühle ich mich minderwertig oder übersehen?
  • Halte ich an meiner Komfortzone fest – obwohl ich eigentlich raus will?

Der Erfolg anderer ist keine Bedrohung.
Er ist ein Spiegel – und eine Einladung zur eigenen Weiterentwicklung.

So befreien Sie sich aus der Krabbenrolle

  • Helfen statt halten: Unterstützen Sie andere in ihrem Wachstum und entdecken Sie dabei Ihren eigenen Antrieb neu.
  • Dankbarkeit kultivieren: Notieren Sie täglich drei Dinge, für die Sie aufrichtig dankbar sind. Das verändert Perspektiven.
  • Sich nicht vergleichen: Eimerdenken loswerden heißt: Der Blick geht nach innen – nicht ständig zum Nachbarn.
  • Erfolge anderer als Inspiration sehen: Nicht als Angriff auf das eigene Ego, sondern als Beweis: Es ist möglich.
  • Ins Handeln kommen: Zuschauen kostet Energie. Tun erzeugt Momentum.

Denn oft sind es emotionale Blockaden durch Umfeld, die uns lähmen, nicht die Realität selbst.

So schützen Sie sich gegen Krabbenmentalität 

  • Dranbleiben: Nicht jeder Kommentar ist ein Ratschlag. Bleiben Sie auf Kurs auch wenn es unbequem wird.
  • Selbstwert stärken: Wer sich selbst kennt, lässt sich weniger verunsichern. Ihre Klarheit ist Ihr Schutzschild.
  • Vorbild sein: Leben Sie die Haltung, die Sie sich von anderen wünschen. Verhalten ist ansteckend in beide Richtungen.
  • Nicht aufgeben bei Gegenwind: Gegenwind ist kein Rückschlag, sondern ein Beweis, dass Sie sich bewegen.
  • Es nicht allen recht machen: Anpassung macht müde. Klare Haltung gibt Kraft.
  • Ihr Umfeld bewusst wählen: Suchen Sie die Nähe zu Menschen, die ermutigen – nicht zu jenen, die bremsen.
  • Manipulation erkennen und Grenzen setzen: Wenn jemand Schuldgefühle erzeugt: benennen Sie es, setzen Sie Grenzen – oder gehen Sie auf Distanz.
  • Nicht auf jede Provokation reagieren: Manche Aussagen verdienen keine Antwort – sondern ein klares Weitergehen.

Fazit: Bleiben Sie nicht im Eimer – wählen Sie den Ozean

Meinungen gibt es viele.
Doch nicht jede Meinung dient Ihrer Entwicklung.
Manche klingen wie Fürsorge und sind in Wahrheit Ausdruck von Krabbenmentalität.

Wenn jemand Sie ausbremst, kleinredet oder permanent zweifelt, lohnt sich eine klare Unterscheidung:

  • Spricht da jemand mit Erfahrung, Empathie und echtem Interesse an Ihrem Weg?
  • Oder will da jemand nur verhindern, dass Sie weiterkommen, weil er selbst stehen geblieben ist?

Was wir oft als „gute Ratschläge“ hören, ist in Wirklichkeit:
Neid am Arbeitsplatz.
Psychologische Sabotage im Alltag.
Emotionale Blockade durch Umfeld.

Und ja – es braucht Mut, das zu erkennen.
Und noch mehr, sich davon nicht aufhalten zu lassen.

Aber Sie haben diesen Mut.

Gerade wenn Sie sich positionieren, klar kommunizieren oder neue Wege gehen, wird dieser Mut Ihre wichtigste Ressource.

Denn wer sichtbar wird, wird angreifbar.

Und wer trotzdem steht, wird zur Orientierung für andere.

Arbeiten Sie an Ihrem inneren Kompass.
Stärken Sie Ihre Entscheidungskraft.
Erkennen Sie sabotierende Menschen und lösen Sie sich von deren Einfluss.

Denn am Ende geht es nicht darum, es allen recht zu machen. Sondern darum, sich selbst treu zu bleiben. Auch wenn andere Sie lieber unten im Krabben-Eimer sehen.

Wählen Sie bewusst: Für sich. Für Ihre Entwicklung. Für Ihre Freiheit.

Denn draußen, jenseits des Eimers, liegt die Bewegung.

Dort wartet nicht nur mehr Weite.
Dort wartet Ihre nächste Stufe.

Arbeiten Sie nicht gegen Krabben, arbeiten Sie an sich.

Klar. Konsequent. Selbstbewusst.

Eimerdenken loswerden ist kein einmaliger Akt. Es ist eine Entscheidung, die Sie täglich neu treffen.

Und mit jeder neuen Entscheidung werden Sie zu dem Menschen, der andere inspiriert, statt sie festzuhalten.

Dort draußen ist es rauer.
Aber auch ehrlicher.
Und die Sicht ist besser.

Viel Erfolg!

Ihr persönlicher Reminder zum Mitnehmen

Manchmal reicht ein Satz, um sich wieder zu fokussieren. Deshalb habe ich für Sie eine kleine, visuelle Erinnerung gestaltet:

Mini-Checkliste „Raus aus dem Krabben-Eimer“ – Ihr täglicher Reminder für klare Entscheidungen

→ Speichern Sie sich diese Erinnerung als Bild, hängen Sie sie an den Schreibtisch, oder nutzen Sie sie als Handy-Hintergrund.

Damit Sie sich täglich daran erinnern:

Sie gehören nicht in den Eimer. Sie gehören ins offene Wasser.

Hinterlassen Sie gern einen Kommentar:

Was war Ihr größter Aha-Moment nach dem Lesen von diesem Artikel?

Welche „Krabben-Sätze“ kennen Sie aus Ihrem Leben?

Und was tun Sie, um bei sich selbst zu bleiben?

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