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Warum die Kaufentscheidung Ihrer Kunden selten am Preis hängt

Warum die Kaufentscheidung Ihrer Kunden selten am Preis hängt

«Kopiere ein erfolgreiches Geschäftsmodell», predigen viele Marketing-Spezialisten. Das Argument dabei: «Wenn es auf dem Markt keine Konkurrenz gibt, gibt es dort vermutlich auch kein Geld.» Etwas Wahres steckt da drin, und Bewährtes nachzubauen ist einfacher, als etwas Eigenes zu entwickeln.

Aber…

Es hilft Ihnen nicht weiter.

Denn selbst mit einem exakt kopierten Modell müssen Sie Ihren Kunden trotzdem erklären, warum sie bei Ihnen kaufen sollen und nicht bei Ihrem Konkurrenten, den Sie kopiert haben. Genau da liegt der Kern der Sache: Die Kaufentscheidung Ihres Kunden fällt selten anhand eines fairen Vergleichs. Sie fällt anhand dessen, was ihm an Ihnen zuerst auffällt, wofür er sich gerade noch die Energie nimmt und wie leicht die Wahl sich anfühlt.

Was passiert, wenn bei allen alles gleich aussieht?

Wenn Methoden sich ähneln, Texte identisch sind und sogar die Website-Farbe dieselbe ist, bleibt dem Kunden nur noch eine Stellschraube: der Preis. Genau dort will niemand landen, der von seiner Arbeit leben will. Wer beim Preis konkurriert, schneidet sich selbst die Marge ab und steigt in ein Rabattrennen ein, nur um überhaupt etwas zu verkaufen.

Dabei sind Kunden alles andere als rational.

Eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Accenture aus dem Jahr 2021 unter mehreren tausend Verbrauchern kam zu einem Ergebnis, das viele Anbieter unterschätzen: Preis und Qualität sind längst nicht mehr die einzigen Einflussfaktoren der Kaufentscheidung. Gesundheit und Sicherheit, Service und persönliche Betreuung, Herkunft, Vertrauen und Reputation spielen eine wachsende Rolle.

Übertragen auf eine Beratung oder ein Coaching heißt das: Der fachliche Teil ist nur die Eintrittskarte. Die Wahl, ob diese Eintrittskarte benutzt wird oder nicht, fällt woanders.

Nach welchen Kriterien treffen dann Menschen ihre Kaufentscheidung, wenn das fachliche Niveau vergleichbar ist?

Aufgebrochene Kopf-Skulptur mit goldenem Tempel im Inneren, Sinnbild dafür, dass die Kaufentscheidung im Kopf des Kunden fällt
  • Bequemlichkeit beim Kauf. Zahlungsoptionen, Terminfindung, wie schnell man überhaupt eine Antwort bekommt.
  • Standort. In der Nähe, oder aus der Heimatstadt, nach der man sich gerade sehnt.
  • Die Art zu kommunizieren hat gefallen. Der Ton der Social-Media-Beiträge hat berührt, das Foto im Profil war anziehend, die Augenfarbe der Katze auf dem Foto hatte etwas magisches, die Expertin sieht wie die eigene Mutter aus.
  • Man fühlte sich gut unterhalten. der Experte hat „geschleimt“, Boni versprochen, nach den Kindern gefragt, das Gefühl gegeben, wichtig zu sein. Am Ende war das Angebot mit allen Rabatten teurer als bei der Konkurrenz. Das war im Moment aber nicht wichtig.
  • Der Name des Angebots klang ungewöhnlich, blieb hängen.
  • Man hatte einfach keine Lust mehr, weitere Anbieter zu vergleichen, und nahm, was gerade passte.

Und so weiter. Sehen Sie das Chaos darin? Wenn Ihr Kunde so seine Kaufentscheidung trifft, können Sie fachlich brillant sein und trotzdem jahrelang ohne stabilen Umsatz dasitzen.

Wer diesen Kaufentscheidungsprozess nicht selbst ordnet und steuert, überlässt die Auswahlkriterien dem Zufall.

Warum lähmt zu viel Auswahl die Kaufentscheidung, statt sie zu erleichtern?

Ein Experiment aus dem Jahr 2000 zeigt, wie stark Auswahl selbst die Kaufbereitschaft verzerrt, unabhängig von der Qualität dessen, was zur Wahl steht. Die Psychologinnen Sheena Iyengar und Mark Lepper bauten in einem kalifornischen Feinkostgeschäft zwei Verkostungsstände auf: einmal mit 24 Marmeladensorten, einmal mit nur 6.

Der große Stand zog 60% der Kundschaft an, der kleine nur 40%. So weit, wie erwartet: mehr Auswahl, mehr Aufmerksamkeit. Das eigentliche Ergebnis kam danach.

Von den Interessenten am großen Stand kauften am Ende nur 2% tatsächlich ein Glas. Am kleinen Stand mit der überschaubaren Auswahl waren es 12%.

Mehr Auswahl zieht an, aber sie verkauft nicht.

Genau das erleben Ihre potenziellen Kunden gerade, wenn sie 10 Coaches oder Berater mit fast identischem Angebot nebeneinander sehen. Sie bleiben stehen, vergleichen, und entscheiden sich am Ende für gar nichts, oder für das, was am wenigsten Denkarbeit gekostet hat.

Genau deshalb tragen die Kriterien aus der Liste oben so viel Gewicht. Sie sind keine Nebensächlichkeit. Sie sind der Ausweg aus der Lähmung.

Aber reicht es, etwas völlig Neues zu erfinden?

Nein, und das überrascht die meisten. Wer glaubt, mit einer originellen Idee sei die Sache erledigt, sieht nur die andere Seite der Medaille. Bei einem völlig neuen Ansatz ist den Kunden meistens nicht klar, warum gerade diese Lösung besser ist als die bekannte für dieselbe Aufgabe. Das müssen Sie auch erst erklären, und bei komplexen Angeboten dazu noch regelrecht schulen.

  • Mit dem Auto fahren oder zu Fuß gehen: beides Lösungen für dieselbe Aufgabe, von A nach B zu kommen.
  • Die Zähne in Ihrer Klinik behandeln lassen oder es ignorieren und aussitzen, bis es anschwillt. Oder doch lieber eine Schmerztablette nehmen oder Gras rauchen (ist ja legal), das sind ebenfalls Lösungen für dieselbe Aufgabe

Ob Sie also ein bestehendes Modell übernehmen oder etwas völlig Eigenes entwickeln: In beiden Fällen erklären Sie Ihren Kunden, warum ausgerechnet Ihr Weg für sie der richtige ist und nicht der von 10 anderer Anbieter, die dieselbe Aufgabe lösen.

Eine gute Bekannte von mir, Expertin im Finanzbereich, hat 5 Jahre damit verbracht, das Geschäftsmodell eines Konkurrenten zu kopieren. Dabei gab sie ihr eigenes, funktionierendes Modell auf, weil sie glaubte: Wenn sie erst das Geheimnis des Konkurrenten knackt, würden die Verkäufe von selbst in derselben Größenordnung anlaufen wie bei ihm. Der hatte schließlich jeden Monat Hunderte Bewertungen.

Und sie fragte sich ständig: «Warum mache ich genau dasselbe, aber bei mir kauft niemand?»

Das Geheimnis des Konkurrenten war schlicht: Er arbeitete jahrelang systematisch, steckte enorme Summen in Werbung (die meine Bekannte noch lange nicht haben würde), baute eine Verkaufsdynamik über Jahre auf und wärmte sein Publikum systematisch vor, noch als er ein einfacher Bankangestellter war. Heute kaufen bei ihm Menschen, die er vor 6 bis 10 Monaten begonnen hat aufzuwärmen.

Meine Bekannte dagegen sprang chaotisch von einem Werkzeug zum nächsten, ohne einen einzigen Cent ins Marketing zu investieren.

Wenn Sie einen Konkurrenten kopieren, sehen Sie 90% des Eisbergs unter der Wasseroberfläche nicht. Sie sehen nicht seine Geschichte, nicht seine Anfangsressourcen, nicht seine Analysedaten, nicht seine Kundeninformationen, die Kaufentscheidung seiner Kunden beeinflussen.

Und selbst wenn Ihnen eine exakte Kopie gelingt, bleibt die Frage: Warum soll ein Mensch bei Ihnen kaufen und nicht bei ihm?

Wie zeigen Sie Ihren Kunden konkret, dass Sie die richtige Wahl sind?

Empfehlungen spielen dabei eine größere Rolle, als die meisten Anbieter einplanen. In einer GfK-Studie gaben 35,5% der Befragten an, sich bei ihrer Kaufentscheidung durch persönliche Empfehlungen von Freunden oder Bekannten beeinflussen zu lassen – deutlich mehr als durch Bewertungsportale.

Das bedeutet für Sie: Sich von der Konkurrenz abzuheben beginnt nicht erst auf der Website. Es beginnt in jedem Gespräch, das ein bestehender Kunde über Sie führt.

Konkret zeigt eine funktionierende Abgrenzung von der Konkurrenz drei Dinge:

  • Warum man bei Ihnen kaufen sollte und nicht bei anderen.
  • Warum man den Preis zahlen sollte, den Sie verlangen, statt dorthin zu gehen, wo es billiger ist.
  • Warum man zu Ihren Bedingungen und Fristen kaufen sollte, statt sich nach dem Bequemsten zu richten.

Sie können dabei durchaus dasselbe Geschäftsmodell haben wie Ihre Konkurrenz, sogar dieselben Methoden nutzen. Entscheidend ist, dass Sie zeigen, worin Sie sich unterscheiden und warum Sie für diesen konkreten Kunden die bessere Wahl sind. Genau darauf bauen die Kriterien von oben auf: Bequemlichkeit, Standort, Kommunikationsstil, der Name, der hängen bleibt. Das sind keine Nebensächlichkeiten mehr, sobald Sie wissen, wo die emotionale Kaufentscheidung tatsächlich fällt.

Person vor einem steinernen Torbogen über Wolken, goldener Pfad führt zur eigenen Positionierung

Häufige Fragen

Warum kaufen Kunden trotz eines guten Angebots nicht?

Weil der Preis nur einer von mehreren Faktoren ist, die in eine Kaufentscheidung einfließen. Kundenservice, Vertrauen, Bequemlichkeit beim Kauf und positive Erfahrungsberichte wiegen oft schwerer als ein günstiges Angebot. Fehlt eines dieser Signale, wählt der Kunde die Konkurrenz, selbst wenn Ihr Angebot fachlich mindestens gleichwertig ist.

Muss mein Angebot billiger sein als bei meiner Konkurrenz, um Kunden zu gewinnen?

Nein. Ein niedrigerer Preis gleicht fehlende Differenzierung nicht aus, er verstärkt oft nur den Eindruck, austauschbar zu sein. Kunden, die vor allem über den Preis gewonnen werden, wechseln beim nächsten günstigeren Angebot wieder. Eine klare Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet Sie die richtige Wahl sind, wirkt langfristig stabiler als ein Preisnachlass.

Die Antwort auf die Ausgangsfrage

Kunden kaufen nicht bei Ihnen, weil Ihr Angebot objektiv nicht gut genug wäre. Sie kaufen woanders, weil niemand ihnen bisher gezeigt hat, warum die Wahl zwischen Ihnen und den anderen keine Wahl zwischen Gleichem ist.

Das ist keine Frage von mehr Werbung oder einem cleveren Rabatt. Es ist die Frage, ob Sie selbst wissen, worin der Unterschied besteht, und ob Sie ihn so aussprechen, dass ein Kunde ihn versteht, bevor er zum nächsten Anbieter weiterklickt.

Wie man diesen Unterschied findet, statt ihn zu erfinden oder zu behaupten, ist eine eigene Arbeit für sich. Mehr dazu finden Sie in der Wissensdatenbank im
Klub intelligenter Experten.

Zielgruppenanalyse für Dienstleister: Wie Sie herausfinden, was Ihre Kunden wirklich kaufen wollen

Zielgruppenanalyse für Dienstleister: Wie Sie herausfinden, was Ihre Kunden wirklich kaufen wollen

Die meisten Experten betreiben Zielgruppenanalyse wie eine Schulaufgabe — sie sammeln Alter, Geschlecht, Beruf und wundern sich, warum der Content nicht funktioniert. Was fehlt: das Verständnis dafür, warum jemand kauft und wo er im Entscheidungsprozess gerade steht. Dieser Teil des Artikels zeigt, wie eine Segmentierung für Dienstleistungsanbieter konkret aussieht und im zweiten Teil geht es darum, warum der häufigste Werbefehler von Experten direkt mit fehlender Segmentierung zusammenhängt.

Warum bringt Ihnen Ihre Zielgruppenanalyse nichts, obwohl Sie sie nach Empfehlungen eines Marketing-Spezialisten gemacht haben?

Sie haben Stunden damit verbracht, Ihre Zielgruppe zu beschreiben. Frauen, 35 bis 55, Hochschulabschluss, selbstständig oder in Führungsposition, interessiert an persönlicher Entwicklung. Sie haben eine Tabelle, vielleicht sogar eine Persona mit einem erfundenen Namen.

Und der Content funktioniert trotzdem nicht. Die Anfragen kommen nicht. Oder sie kommen von den falschen Menschen.

Der Grund liegt selten darin, dass Sie die falsche Zielgruppe gewählt haben. Er liegt darin, wie Sie Ihre Zielgruppe analysiert haben.

Alter, Geschlecht, Wohnort, Familienstand, Tätigkeitsbereich, Einkommen — beschreiben soziodemografische Daten der Menschen. Sie erklären nicht, warum diese Menschen kaufen. Und in der Arbeit eines Experten, Coaches, Beraters, Psychologen, Therapeuten oder eines anderen Spezialisten, der eine Dienstleistung verkauft, ist genau dieses Warum einer der wichtigsten Hebel, der zählt.

Was Zielgruppenanalyse wirklich bedeutet

Die Zielgruppenanalyse besteht aus zwei Teilen, die in der richtigen Reihenfolge erledigt werden müssen: zuerst die Segmentierung, dann das detaillierte Profil.

Was Zielgruppenanalyse wirklich bedeutet
Ein Zielgruppensegment ist eine Gruppe von Menschen, die durch eine ähnliche Kaufmotivation vereint ist.

Das klingt nach einer kleinen Verschiebung in Ihrem Marketing-Denken, hat aber massive Konsequenzen für alles, was danach kommt: Ihre Inhalte, Ihre Angebotsstruktur, Ihre Preisgestaltung, Ihre Kommunikation.

Aus dem Segment heraus entwickeln Sie dann das Profil: eine detaillierte Beschreibung dieses Segments – innere Monologe, konkrete Ängste, Sprache, Kanäle, Alternativen, die sie in Betracht zieht.

Schauen wir uns ein Beispiel an, um zu verstehen, wie herbe sich die Kaufmotivationen im Alltag unterscheiden.
Zielgruppenanalyse für Dienstleister Segmentierung

Lieferservice für Essen

Nehmen wir ein Beispiel aus dem Produktmarketing, das jeder kennt: den Lieferservice für Essen. Dieses Unternehmen bedient drei völlig unterschiedliche Segmente:

Segment 1 bestellt zu Mittag, um die Arbeit nicht zu unterbrechen und pünktlich Feierabend zu machen.

Segment 2 bestellt abends, um nach einem langen Tag nicht kochen zu müssen.

Segment 3 bestellt für eine Feier, um sich voll auf die Gäste konzentrieren zu können.

Alle drei Segmente kaufen bei demselben Lieferanten. Männlich oder weiblich spielt hier keine Rolle. Hier entscheidet nur die Kaufmotivation.

Und jedes Segment reagiert auf komplett unterschiedliche Kommunikation.

Jetzt übertragen wir das auf eine Experten-Dienstleistung und das Prinzip wird noch deutlicher.

Nehmen wir einen selbstständigen Ernährungsberater. Er arbeitet mit Einzelpersonen, das Angebot ist immer dasselbe: Ernährungsberatung und Begleitung. Trotzdem kommen drei sehr unterschiedliche Gruppen zu ihm.

Segment 1: Menschen mit einer Diagnose – Diabetes Typ 2, Hashimoto, Reizdarm. Sie kommen nicht, weil sie abnehmen wollen. Sie kommen, weil der Arzt ihnen gesagt hat, dass die Ernährung geändert werden muss, und sie nicht wissen, wie. Die Kaufmotivation ist nicht die Ästhetik, sondern die Kontrolle zurückgewinnen. Sie wollen verstehen, was sie essen dürfen, ohne ständig Angst vor dem nächsten Blutwert zu haben.

Segment 2: Frauen Mitte 40, die merken, dass die Ernährung, die früher funktioniert hat, heute nicht mehr funktioniert. Sie haben sich nie wirklich schlecht ernährt. Aber der Körper reagiert anders als früher. Gewicht verteilt sich um, Energie fehlt, Schlaf verschlechtert sich. Sie suchen keinen Diätplan. Sie suchen jemanden, der erklärt, was sich hormonell verändert und wie Ernährung damit zusammenhängt.

Segment 3: Leistungsorientierte Menschen, die Ernährung als Hebel für Performance sehen. Selbstständige, Führungskräfte, Menschen mit vollem Kalender. Sie schlafen zu wenig, arbeiten zu viel und merken, dass ihr Kopf nicht mehr so funktioniert wie gewünscht. Sie kommen zum Ernährungsberater wie andere zum Personal Trainer mit einer konkreten Erwartung an Ergebnisse.

Alle drei buchen Ernährungsberatung. Der Berater ist derselbe, die Methodik ist dieselbe.

Aber wenn der Berater Content für Segment 3 produziert, fühlt sich Segment 1 nicht angesprochen. Wenn er für Segment 2 schreibt, reagiert Segment 3 nicht.

Und wenn er mit „Essen Sie sich gesund“ kommuniziert, trifft er keines der drei Segmente. Segment 1 will Sicherheit bei einer Erkrankung. Segment 2 will Erklärungen für körperliche Veränderungen. Segment 3 will Effizienz.

Und Sie sehen, es geht nicht um die Textqualität, soweit sind wir noch nicht gekommen. Hier geht es rein um das Problem der fehlenden Segmentierung.

Ohne tiefes Profil bleibt die Segmentierung akademisch.
Ohne saubere Segmentierung ist das Profil eine Fantasie.
Julia Ruppel

Strategin für Intelligente Positionierung

5 Fragen, die jede Segmentierung strukturieren

Unabhängig davon, ob Sie eine Dienstleistung oder ein Produkt verkaufen – diese 5 Leitfragen helfen Ihnen dabei, Ihre Zielgruppensegmente sauber zu trennen:

1. Was kauft die Zielgruppe bei Ihnen?
Bei Dienstleistungen geht es hier nicht um den Namen des Angebots, sondern darum, was der Klient tatsächlich erwartet zu bekommen. Eine Therapie-Session kauft man wegen der Lösung, nicht wegen der Session.

2. Wer kauft tatsächlich bei Ihnen?
Welche Menschen landen bei Ihnen und welche nicht, obwohl Sie glauben, dass sie sollten? Hier geht es um Ihre Beobachtung.

3. Warum kaufen diese Menschen bei Ihnen?
Das ist die entscheidende Frage. Nicht das oberflächliche Ziel („Ich will mehr Freude am Leben“, “Ich will mehr Kunden”, “Ich will geliebt werden”, “Ich will mehr Zeit mit der Familie verbringen”), sondern das finale, emotionale Ziel dahinter. Was ändert sich im Leben dieser Person, wenn das Ergebnis eingetreten ist?

4. Wo suchen sie nach Lösungen?
Welche Kanäle, Plattformen, Empfehlungswege nutzt diese Gruppe? Und wo treffen Sie auf sie – in welchem Moment, mit welchem Informationsbedürfnis?

5. Welche Alternativen ziehen diese Menschen in Betracht?
Das ist der am meisten unterschätzte Punkt. Die Alternativen zeigen Ihnen Ihre indirekten Mitbewerber und diese sind oft verblüffend anders als gedacht.

Wie viele Segmente brauchen Sie?

Die Frage taucht immer auf. Die Antwort ist: so wenig wie möglich, so viele wie nötig.

Für die meisten Experten sind zwei bis drei Segmente das Maximum, mit dem sich sinnvoll arbeiten lässt. Mit mehr Segmenten wird die Kommunikation schematisch – Sie produzieren Content für eine Tabelle, nicht für Menschen.

Zwei Fehler passieren gleich häufig:

Das Segment ist zu eng. „Ich arbeite mit Steuerberaterinnen über 50 in Bayern, die ihr Business gerade aufgeben und etwas Neues anfangen.“ Das ist eine Beschreibung, kein Segment. Die Kaufmotivation fehlt, und selbst wenn sie stimmt – wo finden Sie diese Menschen in ausreichender Zahl?

Das Segment ist zu breit. „Ich helfe selbständigen Frauen.“ Das ist keine Segmentierung. Das ist die Weigerung zur Entscheidung. Je breiter das Segment, desto allgemeiner die Kommunikation.

Das richtige Segment ist präzise genug, um konkrete Inhalte zu produzieren und groß genug, um ein stabiles Business zu führen.

Warum die Alternativen so wichtig sind und was sie über Ihren echten Wettbewerb verraten

Zurück zu den fünf Fragen: Die fünfte – welche Alternativen zieht die Zielgruppe in Betracht – ist die, die die meisten überspringen. Das ist ein teurer Fehler.

Nehmen wir Segment 2 aus dem Ernährungsberater-Beispiel: die Frau Mitte 40, die merkt, dass ihr Körper anders reagiert als früher. Welche Alternativen zieht sie in Betracht?

Sie könnte einen Gynäkologen fragen. Einen Hormonspezialist aufsuchen. Ein Buch über Wechseljahre kaufen. Einem Instagram-Account folgen, der kostenlos Ernährungstipps gibt. Einfach weniger essen und mehr Sport machen – der Klassiker, der diesmal vielleicht funktioniert.

Die echte Konkurrenz des Ernährungsberaters ist nicht der andere Ernährungsberater in derselben Stadt. Seine Konkurrenz ist die Überzeugung, dass man das selbst herausfinden kann – mit genug Geduld und genug Recherche.

Mit diesem Wissen kann er ab jetzt anders kommunizieren. Er spricht nicht darüber, was er alles anbietet. Er spricht darüber, was Selbstversuche kosten – in Monaten ohne Ergebnis, in widersprüchlichen Informationen aus dem Internet, in einem Körper, der weiter nicht das tut, was er soll.

Häufige Fragen zur Zielgruppenanalyse für Dienstleister

Was ist der Unterschied zwischen einem Zielgruppensegment und einem Kundenprofil?

Ein Segment ist eine Gruppe von Menschen mit einem ähnlichen Kaufszenario. Der Kundenprofil (Avatar) ist die detaillierte Beschreibung einer konkreten Person aus diesem Segment, mit allen psychografischen Details, inneren Monologen, Ängsten und Wünschen. Erst wenn das Segment klar ist, ergibt der Avatar Sinn.

Wie viele Segmente brauche ich als selbständige Beraterin oder Coach?

Für die meisten Dienstleister reichen zwei bis drei Segmente. Mehr als drei führen dazu, dass der Content zu unspezifisch wird und niemanden wirklich direkt anspricht.

Wie oft sollte ich die Segmentierung überprüfen?

Immer dann, wenn Sie merken, dass Ihre Kommunikation nicht mehr zieht, oder wenn sich Ihr Angebot verändert hat. Segmente sind keine Wahrheit für die Ewigkeit. Das Kaufverhalten in einer Branche kann sich innerhalb von zwei bis drei Jahren erheblich verschieben.

Was, wenn ich die Tiefe der Kaufmotivation nicht kenne?

Dann ist das der erste Schritt. Führen Sie Gespräche mit bestehenden Kunden. Fragen Sie nicht, warum sie gebucht haben – fragen Sie, was sich verändert hätte, wenn das, was Sie gemeinsam erarbeitet haben, nicht passiert wäre.

Kann ich meine Zielgruppe einfach befragen, was sie sich wünschen?

Direkte Befragungen liefern oft verzerrte Antworten, weil Menschen rationalisieren, was sie sagen würden. Aussagekräftiger sind Kommentare, Direktnachrichten und Suchanfragen, also das, was Menschen schreiben, wenn niemand beobachtet, ob ihre Antwort „gut klingt“.

Was, wenn meine Segmente sich im Profil sehr ähnlich sind?

Dann haben Sie zu fein segmentiert. Fassen Sie zusammen. Eine sinnvolle Segmentierung zeigt sich darin, dass Sie für die verschiedenen Segmente spürbar unterschiedliche Inhalte produzieren würden.

Kann ein Kunde von einem Segment ins nächste wechseln?

Ja – und das ist eine der interessantesten Möglichkeiten in der Angebotsstruktur. Wenn Sie nach Kaufmotivation segmentiert haben, kann derselbe Mensch im Laufe der Zeit Bedürfnisse aus verschiedenen Segmenten entwickeln. Das ist der strukturelle Grund, warum Stammkunden und Wiederholungskäufe entstehen.
Im nächsten Teil widmen wir uns dem Thema: „5 Bewusstseinsstufen und warum das für Ihre Werbung alles verändert“.

Bleiben Sie neugierig…

Von der Theorie zur glasklaren Praxis: Ihr KI-Zielgruppenforscher

Zielgruppenanalyse ist bei 97 % meiner Kunden der erste blinde Fleck. Nicht weil das Thema unbekannt wäre, sondern weil die Tiefe fehlt und die Arbeit als sehr mühsam empfunden wird. Die Segmente bleiben demografisch. Die Profile bleiben oberflächlich. Und die Kommunikation bleibt folgenlos.

Einen Teil meiner Methode habe ich in einen KI-Agenten übertragen. Dieses mächtige Werkzeug steht Ihnen ab jetzt kostenlos zur Verfügung. Der Agent seziert Ihre Wunsch-Zielgruppe, teilt sie in logische Segmente auf und arbeitet die psychografischen Profile bis in den inneren Monolog hinein aus, damit Sie die Vorarbeit selbst erledigen können, ohne auf den nächsten Termin mit mir zu warten.

Ein mächtiges Werkzeug und kostenlos?

Die Antwort ist einfach: Ein Werkzeug, das wirklich funktioniert, sollte so gut sein, dass es fast wehtut, es herzugeben. Und wenn ich meinen Kunden damit Zeit spare und eine echte Grundlage schaffe, bevor wir gemeinsam arbeiten, umso besser für uns beide.

Den Agenten finden Sie im Klub Intelligenter Experten, zusammen mit weiteren Werkzeugen und praktischen Ressourcen für den Experten Alltag.

Kunden, die „Ja, aber…“ sagen: Wie Sie psychologische Spiele in Kundengesprächen erkennen

Kunden, die „Ja, aber…“ sagen: Wie Sie psychologische Spiele in Kundengesprächen erkennen

Warum manche Gespräche ins Leere laufen und was das mit Ihnen zu tun hat

Stellen Sie sich folgende Szene vor:
Sie haben gerade ein Beratungsgespräch.

Jemand erzählt Ihnen von seinem Leid und auf jeden Lösungsvorschlag von Ihnen antwortet er mit einem „Ja, aber …“.

Oder er verweist ständig auf seine schwere Kindheit, seine „dunkle Seite“ oder seine angebliche Unfähigkeit, sich zu verändern.

Oder er vergisst Termine, wirkt verwirrt, stellt sich dumm, obwohl Sie wissen: Diese Person ist alles andere als dumm.

Was da passiert, ist kein Zufall. Es sind psychologische Spiele – ein Begriff, den der Psychiater Eric Berne in seinem bahnbrechenden Werk „Spiele der Erwachsenen“ (Originaltitel: Games People Play) * geprägt hat.

Berne beschreibt darin typische Kommunikationsmuster, die nach außen harmlos wirken, aber tiefgreifende, meist unbewusste psychologische Motive bedienen: Schuld abwälzen, Verantwortung vermeiden, Kontrolle gewinnen. Ohne direkt zu konfrontieren.

Klingt nach Theorie? Ist aber Alltag – im Privatleben wie im Business.

Wenn Kunden spielen: Wie sich Verantwortungslosigkeit in Verkaufsgesprächen zeigt

Wer psychologische Spiele einmal erkennt, sieht sie überall. Auch (und gerade) im beruflichen Kontext.

Viele Coaches, Berater, Therapeuten und andere Dienstleister erleben es täglich: Sie geben sich Mühe, bringen Lösungen ins Gespräch. Doch am Ende bleibt alles, wie es war. Nicht, weil Sie schlecht beraten hätten. Sondern, weil Ihr Gegenüber gar keine Entscheidung treffen wollte.

Hier sind drei typische Spielarten und wie Sie sie in Kundengesprächen erkennen.

1. Das „Ja, aber…“-Spiel im Verkaufsgespräch

→ „Ihre Methode klingt super… aber ich weiß nicht, ob ich dafür die Zeit habe.“
→ „Ich hab schon so viel probiert… aber bei mir wirkt sowas einfach nicht.“
→ „Ich finde Ihre Arbeit sehr spannend… aber ich glaube, ich bin noch nicht so weit.“

Was passiert hier wirklich?

Der/die Interessent/in sucht nach Gründen, die Entscheidung zu verschieben, ohne das direkt zuzugeben. Statt klar “Nein” zu sagen, wird eine Endlosschleife aus „Ja, aber…“ erzeugt, in der Sie die Rolle des Problemlösers übernehmen und am Ende erschöpft dastehen, ohne Auftrag.

💡 Ihre neue Strategie:

Steigen Sie früh aus dem Spiel aus.

Sagen Sie zum Beispiel:

„Ich merke, dass es für Sie Gründe gibt, sich nicht zu entscheiden, und das ist okay. Aber dann lassen Sie uns das klar benennen, statt uns im Kreis zu drehen.“

Oder, je nach Ton:

„Wissen Sie, was ich interessant finde? Dass Sie bei jedem Ja sofort ein Aber haben. Vielleicht ist es gar nicht das Angebot, sondern Ihre Angst vor Veränderung.“

2. Das „Holzbein“ im Beratungskontext

„Ich würde ja gern etwas ändern, aber ich hab halt dieses Trauma.“
„Ich hab das Gefühl, ich bin einfach zu alt / zu chaotisch / zu kaputt, um noch was aus meinem Business zu machen.“
„Meine Zielgruppe versteht halt meine Arbeit nicht – die ist einfach nicht bereit.“

Was passiert hier wirklich?

Ihr Gegenüber stellt seine Einschränkungen als unüberwindbare Fakten dar. So schützt er sich davor, Verantwortung für sein Wachstum zu übernehmen und zwingt Sie (unbewusst), ihn zu beweisen, dass er doch nicht so verloren ist.

💡 Ihre neue Strategie:

Statt zu motivieren oder zu überzeugen, spiegeln Sie die Dynamik.

Das klingt so, als hätten Sie sich schon entschieden, dass es für Sie keine Lösung gibt. Möchten Sie das gerade einfach nur laut aussprechen, oder suchen Sie tatsächlich einen Weg heraus?“

Oder:

„Wenn Sie sich selbst für ungeeignet halten, kann ich Ihnen nichts verkaufen. Meine Arbeit braucht keine Perfektion, aber Bereitschaft.“

3. Das „Ich bin halt dumm“-Spiel bei der Zusammenarbeit

„Oh, das mit dem Onboarding hab ich überlesen – ich bin so verplant.“
„Ich hab den Zoom-Link irgendwie nicht gefunden – Technik ist echt nicht meins.“
„Ich bin halt so jemand, der dauernd was vergisst. Sie werden mich da öfter erinnern müssen.“

Was passiert hier wirklich?

Ihr Kunde inszeniert sich als unorganisiert oder unfähig, um spätere Verantwortung von sich zu weisen.
Oft charmant, oft witzig, aber mit Folgen: Sie tragen die Last.

💡 Ihre neue Strategie:

Lassen Sie das Spiel nicht durchgehen. Sagen Sie mit Klarheit:

„Ich nehme Sie ernst. Und genau deshalb spreche ich das an: Wer mit mir arbeitet, übernimmt Verantwortung. Wenn das noch nicht möglich ist, ist es vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt.“

Oder – charmant, aber deutlich:

„Ich kann mit vielem arbeiten, aber nicht mit selbstgewählter Hilflosigkeit. Wollen Sie wirklich lernen, oder einfach nett aussteigen?“

Warum diese Klarheit der Beginn echter Autorität ist

Kundengespräche sind keine Bühne für Psychospiele, sondern der Ort, an dem Klarheit entsteht.

Und diese Klarheit beginnt bei Ihnen.

Je eher Sie Spielmuster erkennen, desto schneller können Sie entscheiden:
– Will dieser Mensch wirklich Hilfe?
– Oder will er sich nur durch mein Angebot bestätigen lassen, dass er ein unlösbares Problem hat?

Als Experte verkaufen Sie nicht nur Lösungen.

Sie verkaufen Verantwortung.

Wer nicht bereit ist, sie zu übernehmen, wird nie ein echter Kunde – egal wie günstig, wie freundlich oder wie geduldig Sie sind.

„Aber was, wenn der Kunde dann abspringt?“ – Die stille Angst hinter dem Schweigen

Vielleicht haben Sie sich beim Lesen gedacht:

„Ja, stimmt alles. Aber wenn ich so ehrlich bin, springen mir dann nicht die Kunden ab?“

Diese Frage ist menschlich. Und sie ist nachvollziehbar.

Doch sie ist auch die häufigste Falle für verantwortungsvolle Experten.
Denn sie führt zu einem fatalen Denkfehler:

Lieber einen schwierigen Kunden halten, als gar keinen haben.

Und dieser Gedanke ist teuer.
Nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Denn er kostet Sie Klarheit, Energie und Respekt.

Und am Ende zahlen Sie mit Ihrer Identität als Experte.

Was also tun?

💡 Der einzige Weg: Stehenbleiben, wenn andere weglaufen.

Wenn jemand abspringt, weil Sie Grenzen setzen, weil Sie das Spiel nicht mitspielen, weil Sie Verantwortung einfordern, dann ist das kein Verlust.

Betrachten Sie es als eine Filterfunktion.

→ Nicht jeder, der Interesse zeigt, ist bereit.
→ Nicht jeder, der zahlt, will sich entwickeln.
→ Nicht jeder, der bleibt, ist gut für Ihre Arbeit.

Und das ist nicht nur ein Problem für den Kunden, sondern auch für Sie.

Denn wenn Sie Ihre Zeit mit Menschen verbringen, die sich nicht verändern wollen, passiert Folgendes:

→ Sie sammeln keine echten Erfolge, über die Sie sprechen können.
→ Ihre Arbeit bleibt im Ungefähren, weil nichts in Bewegung kommt.
→ Sie erleben keine Resonanz, keine Klarheit, keine Entwicklung.
→ Und irgendwann zweifeln Sie an sich selbst – nicht, weil Sie schlecht arbeiten, sondern weil Sie sich nie wirklich zeigen können.

Das ist der perfekte Nährboden für eine stille, lähmende Frage:

„Vielleicht bin ich einfach nicht so gut, wie ich dachte?“

Aber das stimmt nicht.
Sie sind nicht „nicht gut“.
Sie arbeiten nur unter Bedingungen, die kein Wachstum zulassen.

Ohne echte Bereitschaft auf der anderen Seite können Sie Ihre Expertise nicht sichtbar machen.
Weder in Fällen.
Noch in Worten.
Noch in Wirkung.

Sie wollen nicht einfach nur Kunden.
Sie wollen Veränderung begleiten. Mit Ihrer Expertise.
Sie wollen gesehen werden. Für Ihre hervorragende Leistung.
Und das geht nur mit Menschen, die sich wirklich verändern wollen.

💬 Was Sie sagen dürfen, wenn es wackelt:

„Ich sehe, dass es gerade schwierig ist, und das ist okay.
Aber ich arbeite nicht mit Menschen, die Verantwortung abgeben.
Wenn Sie soweit sind, melden Sie sich gern wieder. Ich bin für Sie da“

Das ist kein Rauswurf.
Das ist ein Angebot an die Selbstverantwortung des anderen.

Und genau das macht Sie glaubwürdig.

Fazit: Verkaufen heißt nicht, zu überreden, sondern Spiele zu beenden

Wenn jemand ständig „Ja, aber…“ sagt, verkaufen Sie diese Person nicht mehr.
Wenn jemand sich selbst als Opfer inszeniert – coachen Sie nicht mehr.
Wenn jemand sich dumm stellt – organisieren Sie nicht mehr.

Sie sind derjenige, der führt. Nicht der Kunde.
Sie setzen Klarheit vor Nettigkeit.
Verantwortung vor Harmonie.
Entscheidungsfähigkeit vor Zustimmung.

Das ist keine Härte, sondern Ihre Größe.

Lese-Tipp: Wer mehr über diese Spiele verstehen will…

…dem empfehle ich das Buch, das die Grundlage dieses Artikels bildet:

Eric Berne. Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen.

Es ist kein trockenes Fachbuch, sondern ein faszinierender Blick auf unser Kommunikationsverhalten: klug, provozierend und überraschend aktuell

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Ob Sie Coach sind, Berater:in oder einfach jemand, der weniger Drama und mehr Klarheit in Gesprächen will – dieses Buch wird Ihre Sicht auf Gespräche verändern.

Worum geht es in Eric Bernes Buch und warum betrifft es auch Sie?

In „Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen“ beschreibt der Psychiater Eric Berne, wie Menschen scheinbar harmlose Gespräche führen – die in Wahrheit Machtspiele, Selbstsabotage oder Ausweichstrategien sind. Er nennt das: psychologische Spiele.

Dabei geht es nicht um manipulatives Verhalten im bösen Sinne, sondern um eingespielte Rollen, die Menschen benutzen, um unangenehmen Gefühlen, Entscheidungen oder echter Nähe auszuweichen.

Berne entschlüsselt diese Muster mit einer bestechenden Klarheit.

Beispiele wie:

  • „Warum passiert das immer mir?“
  • „Ich will ja, aber …“
  • „Du bist schuld, dass ich das jetzt machen musste.“

…zeigen, wie tief diese Spiele in unseren Alltag eingewebt sind – ob in der Familie, in der Partnerschaft oder im Coaching-Gespräch.

Warum Sie dieses Buch lesen sollten:

Wenn Sie mit Menschen arbeiten – als Coach, Berater oder Dienstleister – dann werden Sie in diesem Buch Ihre Gesprächspartner wiedererkennen.

Und Sie lernen, sich nicht mehr in fremde Dramen hineinziehen zu lassen.

Kernsatz:

„Wer die Spiele erkennt, kann sie beenden und echte Verantwortung ermöglichen.“

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